drew sarich stadtsaal

Drew Sarich & das Endwerk Orchester – Let him go, Stadtsaal Wien

Der zweite Grund meines Besuchs in Wien war das Solo-Konzert von Drew Sarich am 18.05.2018 im Stadtsaal. Es war für mich also ein Drew Sarich Double Feature. Auch an diesem Abend hatte ich mit drei weiteren Fans sehr nette Begleitung.

Die Location

Die Location liegt versteckt auf der Einkaufsstraße schlechthin in Wien, der Mariahilfer Straße. Wenn man nicht nach dem Schild sucht, kann man schon sehr leicht dran vorbei laufen. Durch eine kleine Passage kommt man dann zum Eingang und lässt den Einkaufstrubel hinter sich. Das Theater an sich ist historisch und sehr gemütlich. Im Saal gibt es sogar Getränkehalter für das Bier oder die Weinschorle, die man sich an der Bar kaufen kann. Außerdem gibt es noch eine Art Kneipenbereich, wo man sich noch mit einem Happen für das Event stärken kann.

Das Konzert

Was soll ich sagen: es war magisch und einfach wunderschön. Die Spielfreude von Drew Sarich und dem Endwerkorchester war greifbar und ist auf mich übergesprungen, ganz gleich, ob es sich um eine fetzige oder langsame Nummer handelte. Die Leidenschaft war eindeutig spürbar und hat mich als Zuschauer ergriffen. Es gab kein Set oder ähnliches Gedöns, nur einige Lichtwechsel, um die Stimmung des jeweiligen Songs zu unterstreichen. Und Drew hat die gesamte Setlist in eine schöne Geschichte über einen Mann auf der Suche nach Freiheit verpackt. Die Songs passten perfekt zum Erzählten. Ich habe zum ersten Mal diese Art von Konzert erlebt und ich bin wirklich sehr angetan davon. Es gab sogar eine kleine Pause, wie man es im Theater gewohnt ist. auch das habe ich bislang noch nicht bei einem Konzert erlebt.

drew sarich stadtsaal

Er spielte hauptsächlich Stücke des momentan aktuellen Albums Let him go, aber auch einige Songs des vorherigen Albums, inklusive meines persönliche Highlights The Deadliest of Roses. Seit ich ein Portrait inspiriert von diesem Lied gemalt habe, ist es mir noch mehr ans Herz gewachsen. Ich gebe zu, dass ich bei den ersten Takten leicht feuchte Augen bekommen habe.

Die Setliste des Abends (nicht in korrekter Reihenfolge, Vollständigkeit ohne Gewähr):

  • New York
  • The Statesman
  • Beck and Call
  • The Deadliest of Roses
  • A house next door to the hole
  • I may just live to regret you
  • Moan
  • Does this hurt
  • He ain’t there (Let him go)
  • Fly on the wall
  • Better off dead
  • Stallion
  • Keep on driving
  • Comfortable High
  • Dancing in ashes and shadows
  • Zugaben: Hurricane and Red

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Und der ganze Rest

Das einzige Manko des Abends war die Vollbestuhlung des Saals. Ich hätte nur allzu gern mitgetanzt und -gesungen, insbesondere bei den Zugaben. Doch leider war das nicht möglich und so habe ich mich so gut es ging zusammengerissen, während alle um mich herum still genossen haben. Es fiel mir allerdings echt schwer. Aber wie ich gehört habe, war ich nicht die Einzige, der es so ging.

Nach dem Konzert konnte man sich noch anstellen, um CDs und andere Dinge signieren zu lassen. Ich habe mir aber das Treiben lieber von der Bar mit meinen Begleiterinnen angesehen, während wir lebhaft über das eben erlebte Konzert diskutiert haben.

Fazit

Zusammengefasst ein wundervoller Konzertabend, der mich ungemein inspiriert hat, mit bezaubernder Begleitung. Das Releasekonzert für das dritte Album Hunting for Heaven am 27.November 2018 ist bereits so gut wie ausverkauft. Hier ist der Link, falls du Interesse hast. Ich werde mich bis 2019 gedulden müssen und hoffe auf weitere Termine.

Solltest du seine Solo-Alben noch nicht kennen, dann kannst du dir Silent Symphony und Let him go auf Spotify anhören. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall.

Leider konnte ich selbst keine Fotos während des Konzerts machen, da meine Kamera für den dunklen Saal zu schlecht war. Alle Bilder dieses Beitrags kommen mit freundlicher Genehmigung von M.Wöss.